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Alexander Vorgerd
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Ich kann meinen Kredit nicht zurückzahlen – Was tun?

Wer Verbindlichkeiten bei einer Bank hat, sollte dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Lesen Sie hier, was Sie tun können, wenn Sie Ihren Kredit nicht zurückzahlen können.

In diesem Beitrag:
  • Mit diesen Folgen müssen Sie rechnen, wenn Sie einen Kredit nicht zurückzahlen.
  • Diese Dinge können Sie unternehmen, um das Schlimmste abzuwenden.
  • So bewahren Sie im schlimmsten Fall zumindest Ihren Lebensunterhalt vor dem Zugriff von Gläubigern.

Kredit nicht zurückzahlen

Kredit nicht zurückzahlen: vorübergehend oder dauerhaft?

Kommt es zur „Zahlungsklemme“, sollte man sich zunächst mit den Ursachen beschäftigen. Handelt es sich um ein vorübergehendes Problem oder ist die Zahlungsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt? Von der Antwort hängt die Lösungsstrategie ab.

Bei einem vorübergehenden Engpass geht es darum, die Zeit zu überbrücken, bis wieder ausreichend Liquidität vorhanden ist. Dafür finden sich in der Regel Wege. Schwieriger ist eine dauerhafte Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit.

Diese tritt oft im Zusammenhang mit gravierenden Lebenseinschnitten wie Scheidung, Berufsunfähigkeit oder länger dauernder Arbeitslosigkeit ein. Auch Überschuldung ist – wenn sie ungelöst bleibt – ein grundsätzliches Problem, das ebenso wie andere langfristige Einschränkungen der Zahlungsfähigkeit einer ebenso grundsätzlichen Lösung bedarf.

Was passiert bei Zahlungsverzug?

Wird eine Kreditrate nicht gezahlt, gerät man mit der ersten Mahnung automatisch in Verzug. Üblicherweise erfolgt noch eine zweite Mahnung (mit Androhung von Rechtsfolgen) und danach eine dritte, in der die Kündigung des Kredites angedroht wird. Findet auch nach dieser letzten Mahnung keine Zahlung statt, wird der Kreditgeber die Kündigung aussprechen.

Der Kreditgeber darf einer Kündigung des Kredits z. B. Sicherheiten verwerten und kann die Zwangsvollstreckung einleiten. Bei jeder Mahnstufe fallen Mahngebühren an, die zusätzliche Kosten verursachen. Außerdem werden Mahnungen der Schufa gemeldet und erscheinen in der Folge bei Schufa-Auskünften. Dadurch wird es noch schwieriger, bei einer anderen Bank einen Kredit zu erhalten.

Mahnungen und Kreditkündigung vermeiden

Schon aus diesem Ablauf wird deutlich, dass man Mahnungen möglichst vermeiden sollte. Insbesondere sollte es ein Schuldner nicht zum Äußersten kommen lassen: zur Kreditkündigung. Denn diese verschärft das Zahlungsproblem nachhaltig, weil die gesamte noch offene Kreditsumme fällig wird. Das bedeutet: Sie müssen umgehend den kompletten Kredit zurückbezahlen.

Wer ohnehin schon nicht in der Lage ist, die Raten zu bedienen, wird die Kreditrückzahlung erst recht nicht leisten können. Der Bank ist das wohl bewusst, die Kündigung ist aber der Weg, um ihren Schaden durch Zugriff auf Sicherheiten oder Zwangsmaßnahmen in Grenzen zu halten. Sie wird ihn daher „notfalls“ beschreiten. Mahnungen ignorieren ist jedenfalls keine Lösung, sondern „Vogel-Strauß-Politik“.

Immer zu empfehlen: einvernehmliche Lösung

Wenn sich die finanzielle Lage nachhaltig verschlechtert und eine Gefährdung der Zahlungsfähigkeit absehbar ist, sollte die Bank unverzüglich informiert werden. Meist wird sie sich offen für einvernehmliche Lösungen zeigen, denn ein Kreditinstitut möchte im wohlverstandenen Eigeninteresse, dass es nicht zu Zahlungsausfällen kommt.

Es gibt folgende Optionen, um Zahlungsverzug zu vermeiden:

  • Ratenstundung: hier werden die Raten für eine kurze Zeit „aufgeschoben“ (es geht üblicherweise um wenige Monate) und sind dann „nachzuzahlen“. Eine Lösung, wenn die „Finanzklemme“ wirklich nur vorübergehend besteht und danach wieder ausreichend Liquidität vorhanden ist.
  • Ratenaussetzung: wird ebenfalls häufig bei vorübergehenden Engpässen genutzt. Über die Dauer der Ratenaussetzung sind nur Kreditzinsen zu zahlen, keine Tilgungsleistungen. Das schafft finanziell Luft. Die Kreditlaufzeit verlängert sich um den Aussetzungs-Zeitraum.
  • Ratenherabsetzung: dies kann eine Lösung bei dauerhaft eingeschränkter Zahlungsfähigkeit sein. Die Kreditlaufzeit wird verlängert, dadurch verringert sich die laufende monatliche Ratenbelastung (siehe auch Umschuldung).

Bei einigen Krediten ist die Ratenstundung oder -aussetzung schon im Vertrag vorgesehen. Als Kreditnehmer nutzt man dann nur ein vertragliches Recht. Ansonsten muss auf das Gespräch und das Entgegenkommen der Bank gesetzt werden. Lösen diese Maßnahmen das Problem nicht, besteht noch die Möglichkeit, sich durch Verkauf von Vermögenswerten zu trennen, um wieder Liquidität zu gewinnen.

Gut, wenn eine Restschuldversicherung besteht

Eine Restschuldversicherung schützt bereits bei der Kreditaufnahme gegen Zahlungsprobleme aufgrund unerwarteter ungünstiger Lebensumstände. Die Versicherung stellt die Kreditrückzahlung bei Tod, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Berufsunfähigkeit des Kreditnehmers sicher. Im Prinzip handelt es sich um eine Risikolebensversicherung mit der Besonderheit, dass die Versicherungssumme im Zeitablauf parallel zur Restschuld sinkt.

Bei größeren Krediten, insbesondere bei Immobilienfinanzierungen, ist eine Restschuldversicherung sehr zu empfehlen, sofern nicht sonstige finanzielle Reserven bestehen, um den Kredit zurückzuzahlen. Bei „normalen“ Ratenkrediten ist der Versicherungsschutz eine Abwägungsfrage, da die Versicherungsprämien den Kredit verteuern und man üblicherweise an den Anbieter gebunden ist, mit dem die Bank zusammenarbeitet.

Umschuldung hilft oft weiter

Wenn die Schulden über den Kopf zu wachsen drohen, hilft in vielen Fällen eine Umschuldung, um wieder Ordnung in die eigenen Finanzen zu bringen. Je früher das geschieht, umso besser. Der letzte Ausweg „Privatinsolvenz“ lässt sich dadurch oft vermeiden. (Lesen Sie dazu auch >> folgenden Beitrag.) Bei der Umschuldung werden bestehende Kredite zusammengefasst und durch einen neuen Kredit abgelöst. Statt einiger kleinerer Kredite ist dann ein größerer Kredit zu bedienen, dessen Laufzeit so „gestreckt“ werden kann, dass die Raten wieder tragfähig werden.

Zwischen der Laufzeit und der Ratenhöhe besteht nämlich ein mathematischer Zusammenhang. Hierzu ein einfaches Beispiel: bei einem Ratenkredit über 20.000 Euro mit einem Zinssatz von 6 Prozent und einer Laufzeit von 36 Monaten beträgt die monatliche Rate 608,44 Euro. Würde die Laufzeit auf 60 Monate ausgedehnt, ermäßigte sich die Rate auf 386,66 Euro im Monat. Sie läge also um mehr als ein Drittel niedriger als bisher.

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Selten eine Lösung: der Schufa-freie Kredit

„Schufa-freie Kredite“ oder „Kredite trotz Schufa“ versprechen eine schnelle Lösung bei akuten Kreditproblemen – insbesondere dann, wenn schon negative Schufa-Einträge bestehen. Doch bei solchen Kreditangeboten sollte man vorsichtig sein und genau hinschauen. Es gibt „schwarze Schafe“ in diesem Markt, die an der finanziellen Notlage anderer verdienen wollen. Eine ernsthafte Kreditvergabe ist häufig nicht beabsichtigt, vielmehr soll an Gebühren für Kreditanträge oder an überflüssigen Zusatzleistungen verdient werden. Besonders teuer sind solche Kredite in der Regel auch, sollten sie zustande kommen.

Eine Lösung eines bestehenden Kreditproblems bringt ein Schufa-freier Kredit meist ohnehin nicht. Im Gegenteil – über kurz oder lang verschärft er es noch. Denn zu den Raten für die schon bestehenden Kredite kommen jetzt noch weitere Zahlungsverpflichtungen hinzu und der Schuldenberg baut sich weiter auf. Es wird dann noch wahrscheinlicher, einen Kredit nicht zurückzahlen zu können.

Schutz gegen Pfändung: das P-Konto

Droht eine Gehaltspfändung, weil die Bank sich ihre Ansprüche sichern will, sollte das eigene Girokonto unbedingt in ein Pfändungsschutzkonto (sogenanntes P-Konto) umgewandelt werden (s. a. >> dieser Beitrag). Auf das P-Konto besteht ein gesetzlicher Anspruch. Innerhalb der Pfändungsfreigrenze darf der Kontoinhaber dann frei über sein Konto verfügen. Gläubiger haben keinen Zugriff. Dadurch ist sichergestellt, dass wichtige Ausgaben zur Lebensführung weiter geleistet werden können. Ein Ausweg aus einem Schuldenproblem bedeutet das natürlich ist. Es ist nur eine Schutzmaßnahme.

Kompetente Unterstützung: Schuldnerberatung hilft

Nur die wenigsten sind Finanzexperten. Gerade Menschen, die ihren Kredit nicht zurückzahlen können, haben vielfach den Überblick verloren. Eine Schuldnerberatung kann weiterhelfen. Denn hier ist professionelles Finanz-Know-How vorhanden. Gemeinsam lässt sich ein Weg durch das Schulden-Dickicht bahnen und ein Ausweg finden. Oft bringen schon eine Haushaltsaufstellung und eine Übersicht über die Kreditverpflichtungen Klarheit. Mit einem konsequent eingehaltenen Schuldentilgungsplan können dann die Kredite nach und nach abgebaut werden.

Ultima Ratio: die Privatinsolvenz

Als letzte Lösung bleibt die Privatinsolvenz. Damit besteht die Möglichkeit, sich von seiner Schuldenlast zu befreien und finanziell wieder neu anzufangen. Bis dahin ist es allerdings ein langer und steiniger Weg. Das Privatinsolvenzverfahren ist an eine Reihe an Bedingungen und Voraussetzungen geknüpft. Auch hier besitzen Schuldnerberatungen als „fachkundige Stelle“ eine wichtige Funktion bei Gläubiger-Verhandlungen. Die Restschuldbefreiung erfolgt allerdings erst nach einer „Wohlverhaltensphase“ von sechs (manchmal auch drei oder fünf) Jahren, in der man in seiner finanziellen Freiheit stark eingeschränkt ist. Daher ist es auf jeden Fall besser, es nicht so weit kommen zu lassen und vorher zu handeln.